Sportlich. Kompetent. Lebensretter.

Liebe Kameradinnen und Kameraden, Förderer und Freunde der Bergwacht,

die Maßnahmen zur Eindämmung der Corona-Pandemie betreffen auch die Bergwacht. Deshalb werden aktuell unsere geplanten Dienstabende und Ausbildungsveranstaltungen ausschließlich Online durchgeführt. Uns ist es wichtig, die Einsatzbereitschaft der Bergwacht zu erhalten und mit gutem Beispiel voranzugehen.

Themen, Termine und Zugänge zu Online-Dienstabenden werden jeweils Mittwochs vor der Veranstaltung über den Bergwacht E-Mail-Verteiler bekannt gegeben.

Eure Bergwacht Schwäbisch Gmünd

Die Bergwacht ist bekannt als Rettungsdienst in unwegsamem Gelände sowie großen Höhen und Tiefen. Die Bergwacht Schwäbisch Gmünd hat im Jahr 2018 bereits 15 Rettungseinsätze in den Bereichen Berg- und Höhenrettung geleistet. Durch solche Einsätze wird die Gmünder Bergwacht häufig mit dem Rosenstein bei Heubach in Verbindung gebracht.

Weniger bekannt ist, dass die Bergwachten in Württemberg im frühen
20. Jahrhundert als Naturschutzorganisationen gegründet wurden. Zusätzlich zu ihren rettungsdienstlichen Aufgaben ist die Bergwacht noch heute im Naturschutz aktiv und verlangt als einzige Organisation eine Prüfung von ihren Mitgliedern im Bereich Naturschutz.

Beim Umgang mit und in der Natur fallen immer wieder interessante Bodenformationen auf. Solche Formationen können Überreste von früheren Zivilisationen sein, die sich die Natur fast vollständig zurückerobert hat.

Mehrere solcher Formationen finden sich auf dem Rosenstein bei Heubach sowie den benachbarten Bergen Mittelberg und Hochberg. Sie zeigen sich als tiefe Gräben, die an Wallanlagen erinnern.

Genau das erforscht Dr. Christian Bollacher vom Landesamt für Denkmalpflege mit Grabungen und einer Laservermessung des Rosensteins („Airborne Laserscanning“). Auf dem strategisch wichtigen Rosenstein und seiner Umgebung gibt es den Grabungen seines Teams zufolge nicht nur mächtige Wallanlagen aus der Keltenzeit, sondern auch konkrete Hinweise auf Siedlungsaktivitäten.

Gemeinsam mit Dr. Bollacher wanderten 20 Mitglieder der Bergwacht Schwäbisch Gmünd die historischen Orte sowie die Grabungsstätten ab. Dabei berichtete Dr. Bollacher von archäologischen Funden, der wahrscheinlichen Lebensweise der Kelten auf dem Rosenstein sowie von weitreichenden Handelsbeziehungen, die unter anderem Salz aus dem Heilbronner Raum auf den Rosenstein brachte.

Mit dieser archäologischen Führung über den Rosenstein bekamen die Gmünder Bergretter eine ganz neue Sichtweise auf interessante Formationen in den heimischen Natur- und Kulturlandschaften, an denen sie regelmäßig vorbeikommen.