Unter der Leitung von Bergwachtleiter Benjamin Gaugel waren drei Bergretter der DRK Bergwacht Schwäbisch Gmünd sieben Tage lang im rumänischen Landkreis Satu Mare zu Gast.
Der Fokus lag dabei auf gemeinsamen Übungen mit der rumänischen Bergrettung „Salvamont Satu Mare“, um Winterrettungstechniken zu trainieren und Erfahrungen auszutauschen. Der Besuch vertieft damit die seit 2015 bestehenden freundschaftlichen Beziehungen zwischen dem Ostalbkreis und dem Landkreis Satu Mare, die seit 2018 auch offiziell in einer Landkreispartnerschaft bestehen.
Im Zentrum des Bergrettungsaustauschs stand die praxisbezogene Winterausbildung: Zu Beginn erkundeten die deutschen und rumänischen Bergretter*innen das Dienstgebiet gemeinsam auf Tourenski. Ziel war der Gipfel Vârful Pietroasa — ein lohnendes Terrain, um sich aufeinander abzustimmen und die örtlichen Gegebenheiten der Karpaten inklusive seiner wilden Braunbären kennenzulernen.
Trotz einer im Vergleich geringen Schneelage war es den Einsatzkräften möglich, auf der neu eingerichteten 2,5 Kilometer langen Piste in Luna Ses nicht nur Skifahrpraxis zu sammeln, sondern auch den unterschiedlichen Umgang mit dem Akja zu demonstrieren und zu üben – dem für die Rettung im verschneiten Gelände wichtigen Transportmittel für verletzte Personen im Schnee. Besonders hilfreich war dabei die Nutzung des neuen 4er-Sessellifts, der das Trainingsgelände optimal erschloss.
Neben der Ausbildung war der Austausch auch durch Begegnungen und Gespräche geprägt: Ein offizielles Treffen mit dem Landrat des Landkreises Satu Mare, Csaba Pataki, und seiner Delegation bot Einblicke in die partnerschaftliche Zusammenarbeit auf administrativer Ebene. Kulturelle Programmpunkte, wie der Besuch des rumänischen Dorfmuseums in Negrești-Oaș und ein geführter Stadtrundgang durch das neu sanierte Zentrum der Kreisstadt Satu Mare, bereicherten das Programm und förderten den interkulturellen Austausch.
Fazit aller Beteiligten: Die Zusammenarbeit mit den Kameraden der Salvamont Satu Mare war von Offenheit, Sympathie und fachlicher Kontinuität geprägt. Beide Seiten konnten wertvolle Impulse für den Rettungsdienst im winterlichen Gelände und den Sanitätsdienst gewinnen – ein Ergebnis, das die Bergwacht Schwäbisch Gmünd als sehr bereichernd bewertet.
Bereits zweimal zuvor gab es Bergrettungsaustausche im Rahmen der Partnerschaft: Erstmals waren Bergretter der DRK-Bergwacht Schwäbisch Gmünd 2018 in Rumänien, anschließend Retter der Salvamont Satu Mare im September 2023 im Ostalbkreis. Der jetzige Austausch war der dritte seiner Art und knüpft an diese erfolgreichen und freundschaftlichen Begegnungen an.
© Text: Marlene Knauß, DRK-Bergwacht Schwäbisch Gmünd
© Bilder: DRK-Bergwacht Schwäbisch Gmünd